Familienberatung und Kinderschutz in Frankfurt am Main Kinderschutz in Deutschland – ein Thema, dessen Dringlichkeit und Bedeutung uns leider tagtäglich aufs Neue vor Augen geführt wird. Die Namen einzelner Kinder wie "Kevin" sind inzwischen zu einem Symbol für eine Entwicklung in Deutschland geworden, die uns alle zutiefst berührt, von der wir realisiert haben, dass sie nicht weit weg in einem brasilianischen Slum verläuft, sondern mitten unter uns. Wir können nicht wegschauen, wir dürfen nicht wegschauen.
Unterstützung des Frankfurter Frauenhaus Auch in Deutschland zieht sich der Staat immer mehr aus der sozialen Verantwortung zurück. Caritative Einrichtungen für Hilfebedürftige werden kaum noch unterstützt. OeH fördert daher eines der Frankfurter Frauenhäuser, das seit Mitte der 70er Jahre verzweifelten Frauen seine Dienstleistungen anbietet.
Hilfeaufruf für Jannik Der kleine Jannik hat in seinem kurzen Leben schon viel mitgemacht. Direkt nach seiner Geburt kam er auf die Intensivstation, die für 17 Monate sein Zuhause sein sollte. Im Alter von 4 und 8 Wochen wurde er zweimal am Herzen operiert. Danach hatte er weiterhin ständig Erstickungsanfälle und Sauerstoffmangel im Blut, was sich die Ärzte eigentlich nicht erklären konnten. Als er 10 Monate alt war entdeckten sie erst die wahre Ursache: seine Luftröhre war an einer Stelle noch weich und klappte dort immer wieder zusammen, wodurch kaum Luft in der Lunge ankam. Als er mit 12 Monaten mit einer schweren Erkältung fast erstickt wäre und reanimiert werden musste, erhielt er einen Luftröhrenschnitt, damit auf kürzerem Weg Sauerstoff in seine Lunge kommt. Dieser ist bis heute offen. Über eine Kanüle erhält er permanent Sauerstoff und wird von einem Monitor überwacht. Weil die private Krankenkasse Jannik ins Heim abschieben wollte, entschied sich OeH zu helfen.
Hochwasser-Katastrophe 2002 Im Rahmen der Flutkatastrophe in Ostdeutschland im Jahre 2002 leistete OeH konkrete Hilfe in besonderen Härtefällen: So unterstützten wir eine alleinerziehende Mutter mit ihren vier Kindern aus dem Raum Dresden, deren Haus durch die Flut total zerstört wurde. Die Familie lebte über längere Zeit in einem Zimmer bei den Nachbarn. Durch unsere finanzielle Soforthilfe konnte der Familie der rasche Wiedereinzug in ihr Haus ermöglicht werden. Weiterhin hat OeH die Aktion "Kinder Hochwasserhilfe" des Kindererholungswerkes unterstützt, bei der für Kinder aus besonders betroffenen Gebieten ein Tag der Abwechslung und Erholung abseits der Katastrophe organisiert wurde.
Hilfe für Georg Tama Der Nigerianer Georg Tama erlitt in seiner Heimat in 2000 im Rahmen seiner Tätigkeit für einen Mineralölkonzern einen schweren Arbeitsunfall. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass ihm u.a. die Amputation eines Beins drohte. Erschwerend kam hinzu, dass die medizinische Versorgung in Nigeria unzureichend war bzw. dass der Mineralölkonzern für Herrn Tama weder eine Versicherung abgeschlossen hatte noch sich anderweitig um seine Notlage kümmerte. Der dreifache Familienvater wurde statt dessen nach dem Unfall ohne weitere Prüfung des Falls entlassen. Als wir durch einen persönlichen Kontakt von dieser Situation erfuhren, erklärten wir uns bereit, Herrn Tama die notwendige Operation zur Rettung seines Beines in der Universitätsklinik Heidelberg mitzufinanzieren sowie organisatorische Unterstützung (Anreise aus Nigeria, Visum, Unterkunft etc.) zu leisten. Dabei war ein OeH-Mitglied Teil des Ärzteteams, das die erfolgreiche Operationen durchführte.