Medizinzentrum Cartagena
Seit Beginn 2010 unterstützt Officium et Humanitas den Aufbau und Betrieb eines Medizinzentrums in Kolumbien.
30 von 44 Millionen Kolumbianern leben unterhalb der Armutsgrenze, 14% der dort lebenden Kinder sind chronisch unterernährt.
Das Kinderzentrum Boca Azul im Armutsviertel La Boquilla in Cartagena de Indias, Kolumbien bietet seit vielen Jahren und durch nachhaltige Unterstützung von Officium et Humanitas essenzielle Hilfe für die Entwicklung und für das Wachstum vieler Kinder. Trotz dieser Unterstützung leiden die Kinder und Minderjährigen unter der unzureichenden oder fehlenden medizinischen Versorgung und als Folge dessen an Unterernährung, Parasiten und Hautkrankheiten. Die meisten Bewohner von La Boquilla haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Diese ist darüber hinaus größtenteils unzureichend und nicht finanzierbar. Das nächste Krankenhaus ist viele Meilen entfernt.
Mit der Errichtung des Medizinzentrums in La Boquilla soll diesen Missständen entgegengewirkt und die Gesundheit einiger tausend Kinder verbessert werden. Zielgruppe des Projekts sind schwangere minderjährige Frauen, ihre ungeborenen Kinder, Kleinkinder und Minderjährige. Im Rahmen der Beratungen werden auch die Familienmitglieder des betroffenen Kindes in die Behandlung einbezogen.
Das Medizinzentrum integriert sich räumlich in das Kinderzentrum Boca Azul, in dem täglich bis zu 300 Kinder mit Nahrung versorgt, unterrichtet und betreut werden. Als Ergänzung zu der seit einiger Zeit vorhandenen psychologischen Betreuung werden in dem Medizinzentrum bis zu vier weitere Ärzte und Hilfskräfte fachspezifische Beratung, Betreuung und Behandlungen anbieten. Diese beinhalten Schwangerschaftsberatung, Impfungen, allgemeinmedizinische Behandlungen bis hin zu lebensrettenden Notoperationen und Unfallversorgung vor Ort.
Für die Ausstattung und den Betrieb des Zentrums für die ersten drei Jahre benötigt die Umsetzung dieses Projekts eine Förderung von rund 150.000 €. Officium et Humanitas hat bereits 15.000 € für die Grundausstattung und Beschäftigung eines Allgemeinmediziners zur Verfügung gestellt und damit die Verwirklichung des Projekts ermöglicht. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die projektverantwortliche Hilfsorganisation Fundacion Casa Italia, durch Organisationen vor Ort sowie durch private Spenden.
Darüber hinaus ermöglicht die Betreuung des Projekts durch das Vereinsmitglied Harald Fertig vor Ort eine effiziente Umsetzung, insbesondere durch seine Mitarbeit, Bedarfsermittlung und Kontrolle in Zusammenarbeit mit Fundacion Casa Italia.
Mit der Unterstützung dieses Projekts erhoffen wir uns, vielen Kindern ihr Recht auf Gesundheit zu verwirklichen oder es ihnen zumindest ein Stück näher zu bringen.



