Wie gute Projekte Schule machen

Nachdem im Jahr 2003 eine erste Hühnerfarm erfolgreich in der Mwanga Schule in Tansania aufgebaut wurde, folgte 2006 eine zweite in einer Partnerschule in Dar es Salam.

Beide Farmen trugen nachhaltig zur Verbesserung der Ernährung sowie zu neuen Ausbildungsmöglichkeiten der Schüler bei.

Schüler der Mbonea School in Dar es Salam (2007).
Schüler der Mbonea School in Dar es Salam (2007).

Die Mwanga-School ist eine mit knappen finanziellen Ressourcen ausgestattete Internatsschule am Fuße des Kilimandscharo, in der rund 430 Schülerinnen und Schüler von einem Dutzend Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Neben geringen staatlichen Fördermitteln finanziert sich die Schule durch Schulgeld, das von vielen Eltern nur schwer aufgebracht werden kann. Hierdurch bedingt sind die Lehrmöglichkeiten sehr eingeschränkt, die Unterkünfte eng und renovierungsbedürftig sowie die Ernährung der Schüler äußerst einseitig.

Nachhaltigkeit, Breitenwirkung, Hilfe zur Selbsthilfe

Nach sechs Wochen Baumaßnahmen waren die Hühnerställe und eingezäunten Freilaufgehege errichtet.
Nach sechs Wochen Baumaßnahmen waren die Hühnerställe und eingezäunten Freilaufgehege errichtet.

Durch eine deutsche Lehrerin vor Ort, die im Jahr 2003 einen sechsmonatigen Lehraufenthalt in Mwanga verbrachte, wurde der dringende Bedarf zum Aufbau einer Hühnerfarm an Officium et Humanitas e.V. herangetragen und die strengen Anforderungen für die Förderwürdigkeit eines Projektes untersucht. Die Nachhaltigkeit war durch die langfristige Ausrichtung des Projekts, die breite Wirkung durch die Größe der Schule gewährleistet. Hilfe zur Selbsthilfe bestand, da die Schule aktiv zur Verbesserung der Ernährung der Schüler sowie zur Erweiterung des Lehrangebots durch eine zusätzliche Ausbildungsplattform beitrug. Durch die Kontaktperson vor Ort konnte das Projekt bis zur erfolgreichen Beendigung begleitet und damit eine gezielte Verwendung der Spendengelder sichergestellt werden.

Nach sechs Wochen Baumaßnahmen waren die Hühnerställe und eingezäunten Freilaufgehege errichtet. Im Mai 2003 konnten dann 1.000 Küken und Hühner in die Hühnerfarm einziehen.
Darüber hinaus startete ein über den Eigenverbrauch hinaus gehender Verkauf von Eiern, der die Hühnerfarm zum finanziellen Selbstläufer machen sollte. Die Pflege und medizinische Versorgung der Tiere sowie eine fachmännische Verwaltung der Hühnerfarm wurde gewährleistet. OeH finanzierte hierfür anfangs eine vollzeitbeschäftigte Person, die sich um die Pflege der Tiere sowie die Verwaltung der Hühnerzucht kümmerte.
Überglücklich berichtete der Schulleiter Eliet Senkoro dem OeH-Projektleiter Andreas Ries von der Begeisterung gerade jüngerer Schüler: „Wir sind sicher, dass wir mit der Hühnerfarm einen riesigen Schritt gemacht haben. Die Schüler werden nun neben dem üblichen Hirsebrei zweimal in der Woche ein Ei und Hühnchenfleisch essen können sowie für ihre Zukunft wichtige Erfahrungen mit dem Aufziehen von Hühnern sammeln“, sagte Senkoro.
Das Projekt machte Schule: Im Jahr 2006 förderte OeH den Aufbau einer zweiten Hühnerfarm an der Mbonea School in Dar es Salam, rund 400 km von Mwasa entfernt. Der Schulleiter Senkoro von der Mwanga School diente hierbei als Kontaktperson, um die erfolgreiche Durchführung vor Ort sicherzustellen - ein gutes Beispiel dafür, wie OeH seine Projektpartner aktiv in das Netzwerk einbindet.

Das Lehrerkollegium an der Mbonea School in Dar es Salam (2007).
Das Lehrerkollegium an der Mbonea School in Dar es Salam (2007).