Starthilfe für eine bessere Zukunft

Gemeinsam mit der Relief Foundation fördern wir seit 2003 die schulische Bildung und die medizinische Versorgung armer Kinder in Südostindien.

Der Start in eine bessere Zukunft.
Der Start in eine bessere Zukunft.

Officium et Humanitas e.V. arbeitet seit 2003 eng mit einer Stiftung in Madras (heute Chennai) in Südostindien, der „Relief Foundation“ zusammen. Diese Hilfsorganisation kümmert sich vorrangig um die Unterstützung von Kindern in indischen Entwicklungsgebieten.

Die in dieser Region anfallenden Projekte werden auf OeH-Seite von den beiden Mitgliedern Josef Kreiterling und Thilo Kröber betreut. Beide sind aktive OeH-Mitglieder der ersten Stunde.

Sita Schwenzer, eine gute Bekannte der beiden, hatte vor einigen Jahren im Rahmen eines Sabbaticals bei der Relief Foundation mehrere Monate lang mitgearbeitet und die dortige Organisation als sehr zuverlässig und professionell geschildert. Über Sita kam es 2003 auch zum ersten Kontakt. Seitdem stehen Josef und Thilo in regelmäßigem Austausch mit der Leiterin der Foundation, Vidya Shankar, und können so miterleben, wie gut sich die Projekte entwickeln.

Balwadis und mehr

OeH unterstützte die Restaurierung der Kindergartenräumlichkeiten nach dem Tsunami 2004.
OeH unterstützte die Restaurierung der Kindergartenräumlichkeiten nach dem Tsunami 2004.

Erste Projekte in Zusammenarbeit mit der Relief Foundation waren die Unterstützung von Armen-Kindergärten (sogenannte „Balwadis“) inklusive Restaurierung der Kindergartenräumlichkeiten in der Folge des Tsunamis am 26. Dezember 2004 (s. S. 50) sowie der Aufbau einer Arzt-Station in Madras.
2005 wurde ein weiteres Projekt gestartet: der Aufbau einer sogenannten Tribal School – eine Schule, deren Schüler aus verarmten „Tribes“, also sozial sehr benachteiligten Schichten aus unterentwickelten Gebieten stammen. Die über OeH eingebrachten Zuwendungen waren ein wichtiger Ausgangspunkt für die Gründung der Schule im Jahr 2005. Mit Hilfe der über OeH laufenden Spenden konnte die Schule überhaupt erst aufgebaut werden. Inzwischen besuchen sie etwa 140 Kinder. Die OeH-Mittel wurden dabei vor allem für die Finanzierung von Lehrergehältern sowie für den Aufbau für eine angeschlossene Küche verwendet.
Erstaunlich ist dabei, wie extrem niedrig das lokale Lohngefüge im Vergleich zu europäischen Verhältnissen liegt. So kostet die monatliche Beschäftigung eines Lehrers aktuell beispielsweise nur etwa 50 Euro pro Monat. So konnten wir mit unserem jährlichen Einsatz von rund 4.000 Euro wesentliche Teile des Lehrkörpers (insgesamt ein Headmaster, sieben Lehrer, zwei Köche und zwei Assistenten) für einige Jahre finanzieren – und damit eine beachtliche Breitenwirkung mit vergleichsweise geringen Mitteln erzielen.
Nachdem wir die Schule vier Jahre lang gefördert und mit aufgebaut haben, ist sie mittlerweile soweit etabliert, dass sie den Kriterien für eine öffentliche Trägerschaft entspricht. Das bedeutet, dass sich künftig der indische Staat um ihre Finanzierung kümmert. Das zeigt uns, dass unser Engagement erfolgreich war und wir etwas bewegen konnten. Daher haben wir – aufgrund unserer guten Erfahrungen der letzten sechs Jahre – die Diskussion mit der Relief Foundation begonnen, Alternativ-Projekte in der Region mit zu begleiten. Bisher hat OeH in Chennai rund 30.000 Euro investiert. Wir freuen uns darauf, dieses Engagement auch in Zukunft weiter auszubauen.

Mittlerweile werden rund 140 Kinder in der Schule unterrichtet.
Mittlerweile werden rund 140 Kinder in der Schule unterrichtet.
OeH unterstützte die Einstellung mehrerer Lehrer.
OeH unterstützte die Einstellung mehrerer Lehrer.
Erst die Spenden von OeH machten den Aufbau der Schule möglich (rechts im Bild: Sita Schwenzer).
Erst die Spenden von OeH machten den Aufbau der Schule möglich (rechts im Bild: Sita Schwenzer).