Heilung und neue Perspektive

Officium et Humanitas e.V. ermöglicht einem Unfallopfer aus Nigeria die rettende Behandlung in Deutschland.

Der Nigerianer George Tama erlitt in seiner Heimat 2000 im Rahmen seiner Tätigkeit für einen Mineralölkonzern einen schweren Arbeitsunfall auf einer Ölbohrplattform. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass ihm die Amputation eines Beins drohte.

Erschwerend kam hinzu, dass die medizinische Versorgung in Nigeria unzureichend war. Georges Arbeitgeber hatte weder eine Versicherung abgeschlossen, noch kümmerte er sich anderweitig um seine Notlage. Der dreifache Familienvater wurde stattdessen nach dem Unfall ohne weitere Prüfung des Falls entlassen.

Er musste somit ein weiteres Jahr medizinisch unversorgt und mit nicht zusammengewachsenen Knochen seines Unterschenkels weiterleben, völlig arbeitsunfähig und ohne Perspektive, sein eigenes Schicksal und das seiner von ihm abhängigen mehrköpfigen Familie zum Positiven zu wenden. Die Ärzte in Nigeria schlugen sogar vor, Georges Bein zu amputieren.

Als wir durch einen persönlichen Kontakt von der Situation erfuhren, erklärten wir uns bereit, George die notwendige Operation zur Rettung seines Beins in der Universitätsklinik Heidelberg mitzufinanzieren sowie organisatorische Unterstützung (Anreise aus Nigeria, Visum, Unterkunft etc.) zu leisten. OeH-Mitglied Dr. Markus Kröber war Mitglied des Ärzteteams, das die Operationen und Behandlungen durchführte.

Lange war nicht klar, ob George Tama jemals wieder richtig würde laufen können. Doch nach monatelanger Behandlung und  anschließenden Reha-Maßnahmen, die durch OeH unterstützt wurden, konnte er gesund entlassen werden.